Kreativer der Woche - der Kommunikationsdesigner Florian Dreyßig (München)
Web- meets Print-Design: Der Kommunikationsdesigner Florian Dreyßig (SQUIECH Design) ist diese Woche unser "Kreativer der Woche".
Florian, schön Dich als Kreativer der Woche auf dem Adobe Kreativ Portal begrüßen zu dürfen. Kannst Du Dich bitte kurz vorstellen?
Hallo und vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr darüber. Mein Name ist Florian Dreyßig und ich bin selbständiger Kommunikationsdesigner aus München (SQUIECH Design).
Zu Beginn war da natürlich erst mal der Kunst LK und der Vorsatz eine gute Mappe für das Kunststudium zu machen. Im Endeffekt bin ich dann aber über ein paar Studienumwege bei der mhmk in München gelandet und habe dort „Digital Media Designer“ studiert. Da lernt man alles - aber nicht richtig – und kann sich am Schluss aussuchen ob man Konzepter, 3D-Artist oder gleich Senior Art Director werden möchte. Ich habe mich dann nach einigen Praktika und einer Zwischenstation in der Bildredaktion/Multimediaabteilung der Süddeutschen Zeitung für die Selbständigkeit entschieden und es auch nie bereut. SQUIECH Design gibt es offiziell seit 2005 und wächst seitdem kontinuierlich.
Wie ist der Agenturname SQUIECH Design entstanden?
Irgendwann braucht man einfach einen Namen mit dem man sein Portfolio betiteln kann. Ich habe einen gesucht, der einprägsam ist, den sich jeder merken und den jeder auf Anhieb richtig schreiben kann: Squietsch, sqiech, schquich, squelch, squeech, … Google gleicht das zum Glück aus. Außerdem war Pixel24 leider schon weg.
Grundsätzlich ist der Name aber selbstverständlich höchst wissenschaftlich durchdacht, auch weil ihn spätestens nach dem zweiten Nachfragen nie wieder jemand vergisst.
Was verbirgt sich hinter Deiner Agentur?
Agentur ist eigentlich zu viel gesagt. Netzwerk trifft es ganz gut, weil über die letzte Jahre ein verlässlicher Pool an Freelancern, Freunden und Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen entstanden ist, der mich nach Bedarf oft und gerne bei umfangreicheren Projekten unterstützt.
Wir bieten ein breites Spektrum an Kommunikationsdesignlösungen an und setzen diese dann individuell auf den Kunden abgestimmt um. Das umfasst die Konzeption bis hin zum fertigen Produkt.
Was die Projekte betrifft: im besten Fall etwas, das wir vorher so noch nicht gemacht haben. Dadurch arbeiten wir aktuell an einem spannenden Packaging-Projekt, verschiedenen Logoentwicklungen und mobile Apps, erstellen aber eben auch Banner und Flash Microsites.
Für welche Kunden bist Du hauptsächlich tätig?
Einen Branchenfocus gibt es eigentlich nicht. Ich versuche immer, mich mit Projekten aus möglichst unterschiedlichen Bereichen zu beschäftigen. Die Geschäftsausstattung für das kleine Café genauso wie die bombastische kampagnenbegleitende Microsite für den großen Verlag oder die Umsetzung einer Software. Kleinere Kunden lassen einem meistens mehr Freiheiten, größere bezahlen besser. So hält sich das ganz gut die Waage.
Deine Arbeiten sind stark typografisch geprägt - Deine Projekte finden hauptsächlich im Web statt, das Typografie doch etwas einschränkt. Ein Widerspruch für Dich oder logische Ergänzung?
Stark typografisch geprägt würde ich meine Arbeiten gar nicht nennen. Ich arbeite grundsätzlich viel mit Weißraum, was der Typo einfach mehr Focus verleiht. Das Web schränkt zwar in manchen Bereichen schon ein, dadurch kann man sich aber auch auf die wesentlichen Bestandteile wie z.B. gute Usability konzentrieren. Außerdem kann man ja mit dem aktuellen Stand der Technik fast alles im Web präsentieren. Und so wichtig Web und Mobile für eine umfassende Selbstdarstellung sind, kann und sollte man je nach Anforderung auch die spannendsten Onlineprojekte mit stimmigen Printerzeugnissen erweitern. Schließlich zählt immer das Gesamtbild.
Wo tankst Du Energie und Kreativität für Deinen Agenturalltag?
Das Büro und die Bürogemeinschaft sind schon ein wichtiger Teil. Im Zweifelsfall ist immer jemand da, der weiß mit welchem Shortcut man in InDesign blablabla macht oder jemandem kennt, der auch unspektakulärst aussehende Stromzähler ansprechend für eine Anzeige fotografieren kann. Oder zum Glück auch jemand, der einem auf den Monitor schaut und sagt, dass man mit dem Schmarrn sofort aufhören soll. Aber letztendlich ist das natürlich die Familie und ganz besonders Lego und Malkasten mit meiner Tochter. Außerdem Rasenmähen. Sehr meditativ und inspirierend.
Und was planst Du als nächstes Projekt?
Aktuell bin ich ganz gut mit den unterschiedlichsten Kundenprojekten beschäftigt. Da bleibt leider wenig Zeit für den Quatsch, den man schon immer mal machen wollte. Aber es wird ihn geben. Den Quatsch. Und dann werde ich berühmt!
Florian, vielen Dank für Deine Zeit!
Weblinks:
SQUIECH Design: www.squiech.de
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